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Am 8. Februar 1965 kamen meine Zwillingsschwester Bettina und
ich im Spital Bethanien zur Welt. Da es noch keinen Ultraschall
gab und der Arzt auch nicht zwei Herztöne erkennen konnte,
waren unsere Eltern völlig ahnungslos, was hier auf sie zukommen
sollte.
Laut Arzt, der die Plazenta untersuchte, sollten wir eineiige
Zwillinge sein. Doch dies kann auch nicht der Fall sein, da eine
oberflächliche Plazentauntersuchung ohne nähere Betrachtung
des Blutbildes, das für eine genaue Festlegung erforderlich
ist, oft bei Zwillingsgeburten zu Irrungen führen kann. Da
genauere Untersuchungen zu kostspielig sind, verzichten die Spitäler
darauf.
Die Kindergartenzeit verbrachten wir noch gemeinsam, doch nach
der 3. Primarklasse wurden wir getrennt. Wir waren immer die besten
Freundinnen und steckten überall und immer zusammen. Wie
es oft bei Zwillingen der Fall ist, hatten wir anfangs die gleichen
Freundinnen, wobei Eifersucht für uns kein Thema war.
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Wir hatten einen extrem verschiedenen Entwicklungsgang, was unsere
Umwelt oft nicht einordnen konnte. Es gab Leute, die sagten, wir
seien so verschieden wie Tag und Nacht. Wir wurden als Kinder
natürlich von (fast) jederman verwechselt, was uns grossen
Spass bereitete. Als aber die Zeit anbrach, wo wir verschiedene
Ausbildungen begannen, wurde der Unterschied auch äusserlich
immer grösser.
Im Sommer 1997 verstarb meine Zwillingsschwester, was uns als
Familie sehr erschütterte. Noch heute ist die Todesursache
unklar. |